Masuren und seine Tiere


Reden wir über Masuren, dann müssen wir natürlich auch über die Tierwelt dieser Region sprechen. Große Teile Masurens stehen unter Naturschutz und das begünstigt natürlich auch das Vorkommen zahlreicher Arten von Tieren.

Man muss bedenken, dass die Region durch die riesigen Wasserflächen bestimmt sind. Damit ergibt sich zunächst viel Lebensraum für die Lebewesen, die an das Wasser gebunden sind. Gemeint sind vor allem Fische und natürlich auch Wasserbewohner wie beispielsweise Frösche. An diesem reichhaltigen Nahrungsangebot orientieren sich logischerweise Vögel, die Fische, Frösche, usw. bejagen. Besonders zu nennen sind hier Seeadler, Fischadler, Schelladler, Störche, Reiher, Kormorane oder auch Kraniche.

Die Seeufer und Wälder laden zudem viele Vogelarten ein, die entweder in diesen Bereichen nisten oder auch jagen! Bussarde, Uhu, Sperber, Turmfalke, Milane oder der Habicht seien hier genannt. Meisen, Spechte, Eisvögel, Dommeln oder Blauracke sind ebenfalls in der Region Masuren beheimatet. Ferien in Masuren oder Urlaub in Ostpreussen kann mithin auch für Vogelkundler durchaus interessant sein. Immerhin beheimatet Masuren in etwa 300 verschiedene Vogelarten.

Wasser, Wälder und Heiden bieten aber auch Tieren Lebensraum, die lieber auf dem Boden der Tatsachen leben. So trifft man Wildschweine, Füchse, Hasen, Biber, Rehe, Hirsche, Wiesel oder Iltis häfig in Masuren an. In sumpfigen Regionen trifft man auch den mächtigen Elch an. Im übrigen wurde der Wisent in Masuren wieder heimisch gemacht.

Die größten Raubtiere früherer Zeiten waren, wie üblich in derartigen Regionen, der Bär, der Wolf und der Luchs. Der Bär ist schon lange, auch in Masuren, ausgerottet. In Polen zählt man heute wieder in etwa 1.000 Wölfe, die unter strengstem Schutz stehen. Der Mensch dürfte diese Tiere, in freier Wildbahn, aber wohl kaum zu Gesicht bekommen. Zudem ist Masuren nicht das in der Hauptsache präferierte Gebiet der Wölfe Polens. Man kann davon ausgehen, dass auch Luchse in Ostpreussen bzw. Masuren beheimatet sind. Diese scheuen Tiere sind in der Regel jedoch nicht in freier Natur zu sehen.

Störche in Ostpreussen

Störche sind Zugvögel. Sie sind weltweit verbreitet und variieren in ihrer Größe. Einige Arten können bis zu 1,50 Meter groß werden!

Der Storch ist ein Fleischfresser, wobei seine Jagdopfer regional variieren. Das Tier verfügt nicht ohne Grund über einen so langen und spitzen Schnabel. Dieser dient vor allem der Jagd.

Störche ziehen in den kalten Monaten in warme, südliche Gefilde. In den schönen Monaten des Jahres leben sie hingegen zahlreich in Ostpreussen bzw. Masuren. Die Begründung liegt im reichhaltigen Nahrungsangebot, welches die Masurische Seenplatte bietet.

Störche ernähren sich bevorzugt von Fisch, Fröschen und kleineren Nagetieren (wie beispielsweise Mäuse). Der Storch baut, sobald er sich wieder in Ostpreussen einfindet, ein Nest. Dieses wird von einem Storchenpaar "bewohnt". In diesem Nest werden die Eier ausgebrütet und die Jungen aufgezogen. Werden die Tage kälter, so müssen die Jungtiere den Flug in den Süden mit antreten.

Aufgrund ihrer großen Spannbreite sind Störche excellente Segler. Dies hilft ihnen bei der Reise in den warmen Süden natürlich sehr.

Störche werden im Regelfall um die 20 Jahre alt. Es hat aber auch schon Tiere gegeben, die an die 30 jahre alt wurden.

Kormorane in Ostpreussen

In Ostpreussen findet man auch den Kormoran. Dies ist ein an Wasser gebundener vogel, der es gesellig liebt (Brutkolonien).

Kormorane sind teilweise Zugvögel, dies ist regional verschieden. Ihre Größe entspricht ungefähr der von Gänsen oder Schwänen. Der Kormoran ist jedoch ein Raubvogel, der über einen Schnabel verfügt, der vorne Hakenform annimmt. Dies könnte man auch als Fanghaken bezeichnen.

Der Kormoran fängt seine Beute in Tauchgängen. Sein Gefieder ist ölig (um Wasser abzuweisen) und er hat Schwimmhäute an den Füssen. Der Kormoran beobachtet, erhöht sitzend, vom Uferbereich Bewegungen im Wasser. Ist ein Opfer erspäht taucht er im Sturzflug ins Wasser und fängt das Opfer mit seinem Hakenschnabel.

Bevorzugte Beute des Kormorans sind Fische. Ein Tauchgang des Vogels kann bis zu einer Minute dauern und einige Meter Tiefe erreichen. Im Regelfall taucht der Kormoran bis zu 3 Meter tief.

Kormorane erreichen ein Alter von bis zu 20 Jahren. Im Einzelfall werden diese Tiere auch durchaus älter (bis zu 25 Jahren).

Elche in Ostpreussen

Der Elch ist der weltweit größte Hirsch, auch wenn das nicht jedem unbedingt bewußt ist. Sein Geweih ist Motiv der Flagge Ostpreussens.

Das Tier bevorzugt eher schwer zugängige Flächen. Offene Gebiete (Wiesen, Steppen) meidet er im Regelfall. Dieses Verhalten ist sicherlich zum eigenen Schutz vor natürlichen Feinden gedacht. Natürliche Feinde des Elches sind Bären, Wölfe oder Pumas (Berglöwen). In Ostpreussen findet man diese natürlichen Feinde nicht mehr vor (mit Ausnahme des Wolfes, dessen Population jedoch sehr gering ist).

Elche sind Pflanzenfresser, die aufgrund ihrer Größe natürlich regen Appetit haben. Kein Wunder: Elchbullen können ein Gewicht von bis zu 800 Kilogramm erreichen und wiegen damit so viel wie ein Kleinwagen.

Elche werden maximal um die 25 Jahre alt.

Wisente in Ostpreussen

Der Wisent ist ein wildlebendes Rind. Er ist auch das größte in Europa an Land lebende Säugetier und auch in Ostpreussen vertreten.

Im Schnitt wiegen Bullen bis zu 500 Kilo und Kühe bis zu 350 Kilo. Es sind aber auch Fälle bekannt, bei denen das Gewicht deutlich höher gelegen hat.

Der Wisent lebt bevorzugt in Misch- und Laubwäldern. Seine Art ist bedroht. Von daher existieren Zuchtprogramme in Europa, die den Bestand erhalten und ausbauen sollen.

In freier Wildbahn hat der Wisent, in unseren Breiten, keine natürlichen Feinde. Übliche Fressfeinde, wie Bären oder Wölfe, sind nicht oder nur noch sehr selten in Europa vertreten.

Der Wisent ist ein Herdentier, was vor allem dem Schutz der Jungtiere dient. Die Tragezeit einer schwangeren Kuh beträgt in etwa 9 Monate. Wisente könnte ein Alter von bis zu 20 Jahren erreichen.

Das Fazit: Die Region Masuren ist naturbelassen bzw. steht in großen Teilen unter Naturschutz. Dort sind zahlreiche Tiere zu sehen, die man in anderen Ortes vergeblich sucht (man denke alleine an die Störche). Vor allem für Vogelkundler dürfte diese Region vom regen Interesse sein, wenn man bestimmte Vogelarten beobachten möchte.


Ostpreussen, Masurische Seenplatte, Masuren - Natur pur!

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